Geschichte

 
Maria Königin, Kürnbach

Schon im 10. Jahrhundert besaß das Kloster Weißenburg hier die Kirche.

Vor 1320 gehörte Kürnbach den Herren von Liebenstein. Dann ging ein Teil des Ortes an die Grafen von Katzenellenbogen, nach deren Aussterben an Hessen; der andere Teil kam an Württemberg, 1810 an Baden.

Im Mittelalter war Kürnbach ein bedeutender Ort, wie wir es noch an den arten Mauem, dem Schloss und den alten Häusern mit den alten Gassen sehen.

1297 wurde die Kirche, die dem Ortsadel gehörte, dem Deutschorden geschenkt. 

1377 ist das Patrozinium dem Erzengel Michael geweiht.

Die spätere Kirche wurde unter dem Einfluß des Deutschordens der Gottesmutter geweiht.

1469 sind außer dem Pfarrer noch vier Kaplaneien erwähnt.
Dazu kommt noch der Propst des Klosters Sinsheim, das hier eine Niederlassung hatte.
Schon 1271 ist es erwähnt. Es war ein Benediktinerkloster in Sinsheim.
Noch viele Namen erinnern an das Kloster, wie die Klostermühle, Klosterweg, Klosterbuckel und andere.

In der Reformationszeit führte Württemberg und die Herren von Sternenfels den evangelischen Glauben ein.
Der Turm der heutigen evangelischen Kirche ist noch romanisch, die Kirche ist 1499 erbaut.
In der Kirche stehen einige Epitaphien der Herren von Sternenfels aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Auch ein bemerkenswertes Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert ist in der evangelischen Kirche.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg viele katholische Heimatvertriebene in den Ort kamen, baute man in den 1950er Jahren die heutige Katholische Kirche "Maria Königin" unter Pfarrer Skala.

Kürnbach gehört heute zur Seelsorgeeinheit Sickingen zusammen mit den katholischen Gemeinden Flehingen, Sickingen, Zaisenhausen und Sulzfeld.

 
Quelle: "Das katholische Dekanat Bretten" von Pfarrer Dieter Göpfert.