Impulse

 

Fastenhirtenbrief

1. Fastensonntag, 22. Februar 2026

„Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.“ (Ps 91, 14)

 

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

dieser Satz ist aus dem Eröffnungsvers des heutigen 1. Fastensonntags entnommen und er bringt zum Ausdruck, mit welchem Vertrauen in Gott wir unser Leben gestalten dürfen. Er, der Gott des Lebens, ist bei uns. Er lässt uns nicht allein. Er steht zu uns, unabhängig davon, wie positiv oder negativ sich die jeweiligen Zeitumstände entwickeln. Das ist uns zugesagt in unseren persönlich existentiellen Fragen wie in den gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüchen, ja sogar in das große Weltgeschehen hinein.

Mit unserer Kirchenentwicklung 2030 und der damit veränderten Pfarreistruktur haben wir seit dem 1. Januar Neuland betreten, um auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren. Einige zeigten sich verunsichert und beunruhigt ob der neuen territorialen Größe, ob der veränderten Zuständigkeiten in der Verwaltung und in der pastoralen Arbeit. Trotz solcher Bedenken erhoffe ich mir, dass durch die Veränderungen für unsere seelsorgliche Arbeit mehr Freiräume geschaffen werden im Miteinander der Gläubigen, der Priester sowie der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

-      Zeit zu haben für die persönliche Begleitung von Menschen, die nach unserem Glauben und nach der Hoffnung fragen, die uns erfüllt.

-      Zeit zu haben für Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, die um unsere Unterstützung bitten und unserer Hilfe bedürfen, Einsame, Kranke, Sterbende, Trauernde oder anderweitig vom sogenannten normalen Leben Benachteiligte.

-      Zeit gemeinsamer Begegnung und caritativer Zuwendung, und das in den verschiedenen Altersgruppen und sozialen Gefügen, die unsere Gemeinden geprägt haben und immer noch prägen.

-      Zeit, um Kontakte zu fördern und zu pflegen in unsere Vereine, in unsere kulturellen und gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen hinein.

-      Zeit für die katechetische Bildung und Unterweisung.

-      Zeit zu haben für das tägliche Gebet in den Anliegen von Kirche und Welt und für die Anbetung, des Verweilens bei Gott.

-      Zeit, intensiver und bewusster aus dem Empfang der Sakramente zu leben, aus der Gottesbegegnung, die in der Begegnung mit dem Nächsten seine Fortsetzung finden will. Die Feier und der Empfang der Sakramente sind dabei unerlässliche Quellen für unser christliches Leben! Insbesondere sei hier an die Feier der heiligen Eucharistie und den Empfang des Bußsakramentes erinnert.

Die gerade aufgeführten Beispiele sind nicht als Leistungsverzeichnis zu verstehen, das einfach von den in der Kirche Aktiven abzuarbeiten wäre. Vielmehr geht es um die Überprüfung der inneren Haltung einer und eines jeden von uns. Es geht um die Frage, wie sich unser christliches Leben gestaltet und woraus wir wirklich leben. Da sind auch unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen, je nach vorhandenen Charismen und Möglichkeiten. Vor allem aber dürfen wir uns an dem neu ausrichten, wovon in der Lesung aus dem Buch Genesis vor dem Sündenfall die Rede ist. Die Gemeinschaft mit Gott steht im Mittelpunkt. Sie gilt es zu bewahren und dort, wo sie verlorengegangen ist, neu zurückzugewinnen. Hatte er uns nicht als sein Abbild in seinen Garten gesetzt? Dieses Geschenk seiner Gemeinschaft ist jedoch kein Besitzstand. Es ist auf vielfältige Weise gefährdet. Dafür steht der Sündenfall, der sich auf unzählige Male immer wieder in unserem Leben ereignet. Wie oft sind dem Menschen schon die Augen aufgegangen über das, was er an Bösem getan hat und doch scheint die Erkenntnis darüber nicht allzu lange anzuhalten und der Umkehrwille jedes Mal sehr fragil zu sein. Gerade in den Versuchungen, die uns das heutige Evangelium vor Augen führt, zeigt sich diese unsere menschliche Anfälligkeit.

Wir erleben es in der Weltöffentlichkeit, wie sich Menschen in verantwortlichen Positionen immer wieder selbst als Heilsbringer hochstilisieren; Personen, die glauben, nur weil sie Geld, Macht und Einfluss haben, sich alles erlauben zu können und mit ihren eigenwilligen Entscheidungen über Tod und Leben anderer bestimmen. Sich wie ein Gott gebärden zu wollen, dem alles möglich erscheint, das kann nicht gut gehen. Dieser Hochmut hat im Laufe der Geschichte schon immer den Fall nach sich gezogen.

Oder denken wir an die zweite Versuchung, wenn es darum geht, das eigene Schicksal - oder sagen wir besser - Gott herauszufordern, in der Meinung, dass alle Vorhaben mit der Kraft des eigenen Durchsetzungsvermögens gelingen würden.

Nicht zu vergessen den dritten Anlauf des Teufels. Er setzt sich selbst an die Stelle Gottes und fordert für sich allein Anbetung und Hingabe. Wie viele sind bereit, ihre Seele auf diese Weise zu verkaufen, um sich möglichst einen Vorteil zu verschaffen oder vieles leisten zu können?

Dort, wo sich im Herzen des Menschen Allmachtsphantasien und die reine Selbstbezogenheit breit machen, bleibt für einen ehrlichen und offenen Umgang mit Gott und den Mitmenschen nichts mehr übrig. Und wenn wir unser alltägliches Leben im Lichte der göttlichen Botschaft reflektieren, zeigt sich auch unsere eigene Unzulänglichkeit.

Die vor uns liegende österliche Bußzeit will uns erneut dazu Gelegenheit geben, unsere innere Haltung zu prüfen und uns helfen, aus Gefahrenzonen herauszukommen, wie sie in den vorher genannten Versuchungen Jesu umschrieben sind. Dankbar dürfen wir die Aussage des Völkerapostels Paulus in Erinnerung rufen, wenn er im Römerbrief klarstellt: „Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.“ (Röm 5, 19)

Der von Christus in Liebe zu Gott und zu den Menschen gelebte Gehorsam will uns anspornen und ermutigen, unser Leben erneut so auszurichten, dass für das Wichtige und Wesentliche unseres Lebens Zeit bleibt; Zeit, die es uns ermöglicht, Gott, den Ursprung und Ziel unseres Lebens, wieder in den Mittelpunkt zu stellen; Zeit, die dem Nächsten zu Gute kommt; Zeit, den Glauben an ihn gemeinsam zu leben und zu feiern und das stets im Bewusstsein, dass er allein unsere Erlösung bewirkt.

Alldem will unsere Strukturreform und Kirchenentwicklung 2030 dienen. Wir dürfen im Vertrauen auf Gott unseren Weg in die Zukunft gehen, mit seiner sicheren Zusage, dass alle Bedenken und Ängste, dass alle unsere Versuchungen und unser Versagen in ihm aufgehoben sind. Denn Gott sagt uns zu: „Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.“ (Ps 91, 14)

So segne Sie der dreifaltige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!

 

Freiburg im Breisgau, am Fest der hll. Cyrill und Methodius, dem 14. Februar 2026

Ihr

Erzbischof Stephan Burger

 

 
 
 

 

Adventskalender
2025

 

 

 
 
 

PFINGSTNOVENE

 
Erster Tag
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Sechster Tag
Siebter Tag
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Neunter Tag


 
 
 

Vortrag "Weniger ist mehr - die 40 - tägige Fastenzeit"

Fasten ist für viele – wenn nicht gar für die meisten – gleichbedeutend mit Abnehmen. Die Fastenzeit, die richtiger „österliche Bußzeit“ heißt, ist kein kollektives Abspeckprogramm. Es geht auch nicht darum, auf etwas zu verzichten, damit auf etwas verzichtet ist als „Opfer“ für den „lieben Gott“.

Der Vortrag wurde gehalten bei der ökumenischen Veranstaltung "Frühstück und mehr" im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde Sulzfeld.

 
⇒ Vortrag
 

 
 
 

Fastenhirtenbrief am 1. Fastensonntag
„Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.“ (Röm 10,11)
 
Liebe Schwestern, liebe Brüder, 
wesentliche Schritte sind in den vergangenen Wochen und Monaten in unserer Kirchenentwicklung 2030 vollzogen worden und weitere werden folgen. Ein herzliches Danke allen, die diesen Prozess konstruktiv voranbringen.
Doch mit diesem Fastenhirtenbrief möchte ich den Blick nicht auf unsere strukturellen Veränderungen lenken, sondern vielmehr auf ein Thema, das uns verstärkt in unserer zerrissenen und von politischen Verwerfungen geprägten Welt umtreibt. Es ist die Frage nach dem Frieden. Dieser Friede ist dort gefährdet, wo der Mensch den Versuchungen erliegt, die im Evangelium beschrieben sind. Diese Versuchungen begegnen uns ständig, sei es auf politischer, gesellschaftlicher wie auf religiöser Ebene. Sie begegnen uns in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. So die Versuchung, von anderen mehr zu verlangen, als diese zu leisten im Stande sind. Wer kann schon aus Steinen Brot machen? Die Versuchung, Menschen zu verherrlichen, sie zu vergöttern, ihnen schon zu irdischen Lebzeiten Kultstatus zuzubilligen, als ob sie uns die Erfüllung aller Wünsche erwirken könnten. Die Versuchung, das Schicksal herauszufordern, in dem kein Risiko zu groß erscheint, um das eigene Glück zu erreichen. Manchmal mag der hinter uns liegende Wahlkampf uns an solche Versuchungen erinnern. Oder denken wir an Personen, die mit allen Mitteln im Leben vorankommen wollen. Wer diesen oder ähnlichen Versuchungen erliegt, hat vielleicht die Chance, mit Geschick und Durchsetzungsvermögen auf der Karriereleiter aufzusteigen. Doch schafft dies auf Dauer wirklich den Frieden mit sich und den anderen sowie das ganz persönliche Glück? 
Die Antworten, die Jesus auf diese Versuchungen gibt, weisen in eine andere Richtung. Auf das für uns Menschen unmögliche Wunder, Steine in Brot zu verwandeln, antwortet er, dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, sondern von Gottes Wort (Lk 4,4 im Vgl. mit Mt 4,4), das Leben schenkt, Leben über diese Welt hinaus. Statt der Verherrlichung des Bösen geht es einzig und allein um die Anbetung Gottes. Und bei aller Risikofreudigkeit menschlichen Willens bleibt dann doch die vernünftige Abwägung, Gott nicht auf die Probe zu stellen. Kurzum, jedes Mal steht als Antwort auf die jeweilige Versuchung die Beziehung zu Gott. Wenn der Mensch seinen Platz in dieser Welt verantwortlich einnehmen will, so erreicht er dies über die Beziehung zu seinem Gott. Dies ist zugleich der Schlüssel für gelebte menschliche Beziehungen sowie für ein gelungenes, zufriedenes Leben. Daran erinnert uns die Lesung aus dem Buch Deuteronomium. In der Geschichte Israels zeigt sich die göttliche Führung. Diese Führung wird erkannt, anerkannt und in Dankbarkeit für die Ernte in der Anbetung Gottes zum Ausdruck gebracht. In diesem Sinne fordert auch der Römerbrief, sich zur Auferstehung des Herrn zu bekennen. Denn dieses Bekenntnis, dieser Glaube bringt die Rettung.
Dieses Bekenntnis hatte sich auch unser neuer Seliger, Max Josef Metzger, zu eigen gemacht. Er mag in seinem menschlichen Verhalten den schon genannten Versuchungen da und dort erlegen sein, gerade was die Forderungen an andere anging, und seine eigene Risikobereitschaft, es von sich wirklich wissen zu wollen. Kompromisse und das Eingehen auf andere waren nicht unbedingt seine Stärke. Forsch, radikal und herausfordernd konnte er sein und sich durchaus in den Vordergrund stellen. Doch reifte im Laufe seines Lebens in ihm der Gedanke und das Bekenntnis, sich ganz in der Beziehung zu Christus verankert zu wissen. „Christus muss König sein!“ wurde so zu seinem zentralen Lebensinhalt. Auf dieser 
Basis sah er die einzige, wahrhaftige Möglichkeit, den Frieden in der Welt zu erreichen. Die Beziehung zu Christus, der Glaube an diesen König, an diesen Friedensfürsten schafft die Grundvoraussetzung für das Zusammenleben der Völker, schafft Gerechtigkeit und Ausgleich, schafft Frieden. Getragen von diesem Bekenntnis des Römerbriefes, das Max Josef Metzger ganz verinnerlicht hatte, konnte er mit froh leuchtenden Augen in den Tod gehen, wie ein Zeitzeuge berichtet.
Doch wie werden wir diesen Frieden erreichen können, nachdem wir uns ja der Realität stellen müssen, dass nicht alle Völker und Kulturen Christus als den alleinigen Friedensbringer anerkennen? Dieses Bekenntnis – „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen“ – ist längst für viele Menschen nicht die alleinige Grundlage für ein Leben in Glück, in Frieden und Zufriedenheit. Da mag ein Blick in die Kriegs- und Krisenregionen dieser Erde schon genügen mit deren Vielfalt von Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Nicht weniger bei uns in unserem Land, in dem wir, die wir an Christus glauben, immer mehr zu einer Minderheit werden. Wie kann es dennoch gelingen, ohne unser Bekenntnis aufzugeben, einen Weg zu diesem gemeinsamen Frieden zu finden?
In ihrem Wort „Friede diesem Haus“ vom vergangenen Februar 2024 haben die deutschen Bischöfe versucht, eine Antwort darauf zu geben. Wir heben unter anderem hervor, dass Weltfrieden ohne Religionsfrieden nicht vorstellbar ist. „Da die Welt aber Frieden braucht, um die gewaltigen Probleme bewältigen zu können, die vor ihr stehen, braucht sie dringend auch Frieden zwischen den Religionen. Der Hauptbeitrag, den die Religionen, religiöse Gemeinschaften und religiöse Menschen für den Weltfrieden leisten können, besteht darin, ihre eigene Friedfertigkeit wachsen zu lassen und zu pflegen, um gemeinsam der Dynamik der Gewalt zu widerstehen, die sich immer tiefer in unsere Welt hineinfrisst und sie zu zerstören droht.“ (Nr. 69) 
Zu diesem Konflikt- und Gewaltpotential gehören die Klima- und Wasserfrage, die Nutzung verschiedener anderer Ressourcen und Rohstoffe, die einhergehende Problematik der Welternährung und die Migration aus unterschiedlichsten Beweggründen. Denken wir an den Welthandel insgesamt mit seiner stetigen Gewinnmaximierung sowie an die religiösen und kulturellen Unterschiede. Bei all dem muss es den Religionsgemeinschaften ein Anliegen sein, gemeinsam für die umfassende Würde eines jeden Menschen einzutreten, sich gemeinsam der ethischen Verantwortung bewusst zu sein, die in der von Gott gewollten Schöpfung begründet liegt. Hier zeigt sich u. a. die Bedeutung des interreligiösen Dialogs. Und 
dieses Zeugnis beginnt ganz praktisch in unseren gelebten Beziehungen. Das wird Beziehungskrisen und Streitereien nicht verhindern. Das löst nicht alle Konflikte und Gegensätzlichkeiten. Zum menschlichen Miteinander gehört der Lernprozess, mit Spannungen und unterschiedlichen Meinungen umzugehen. Aber der Respekt und die Achtung der Würde des anderen wird es nie erlauben, seine Würde in den Schmutz zu ziehen, sie gar zu zerstören, geschweige denn sein Leben zu vernichten. Dort, wo auch eine Versöhnung nicht oder noch nicht erreicht werden kann, mag es helfen, den Abstand so zu wahren, der es Kontrahenten ermöglicht, eigene Wege zu gehen, ohne sich ständig aneinander abarbeiten zu müssen. Auch dies kann der Anfang zu einem Frieden sein, der von Gott ausgeht und der in der Beziehung zu Gott gründet. Die Friedensherrschaft Gottes beginnt immer zunächst bei mir, indem ich mich mit Christus im Herzen dagegenstemme, den genannten Versuchungen zu erliegen. Wo ich bereits erlegen bin, will der Empfang des Bußsakramentes Umkehr und Neuanfang ermöglichen. Nicht zuletzt gehören zu diesem Friedensweg das Gebet und die gelebte Solidarität mit den Benachteiligten unabdingbar dazu. Bei allem Ringen um den rechten Weg zum Frieden, für uns bleibt als Grundlage aller Friedensarbeit die Zusage des Apostels Paulus: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.“
 
So segne Sie der dreifaltige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist! 
 
Freiburg im Breisgau, am Fest Kathedra Petri, dem 22. Februar 2025
Ihr
Erzbischof Stephan Burger
 

 
 
 

Fastenhirtenbrief am 1. Fastensonntag
„Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren Nachkommen nach euch“ (Gen 9, 9)
 
Liebe Schwestern, liebe Brüder!
Nicht nur im Blick auf die Krisen und die Kriege in der Welt, sondern auch hinsichtlich der gesamtgesellschaftlichen Spannungen in unserem Land ist es vielen eng ums Herz geworden. Anstelle einer zuversichtlichen Haltung für die Zukunft machen sich Resignation, Ängste, Beklommenheit und Verunsicherung breit. Dasselbe spiegelt sich in unseren innerkirchlichen Verhältnissen. Die Kirchenmitgliedschaftsstudie, die im vergangenen Herbst veröffentlich wurde, zeichnet auch für uns als katholische Kirche ein eher düsteres Bild. Mit welcher Perspektive soll sich denn eine Kirche entwickeln, wenn sich nur noch 13 % unserer Gesellschaft kirchlich-religiös gebunden sehen und 56 % sich schon längst als säkular verstehen?
Es stimmt manch jüngere, aber vor allem auch ältere Gläubige in unseren Gemeinden traurig, wenn sie erfahren, wie Gemeindehäuser oder Kirchengebäude veräußert oder vielleicht sogar abgerissen werden, weil diese nicht mehr finanzierbar sind. Es stimmt traurig, wenn Gottesdienste, die für die Gemeinde einmal einen hohen Stellenwert hatten, kaum mehr besucht und mitgefeiert werden. Es löst bei den Engagierten in Ehrenamt und Beruf Enttäuschungen aus, wenn ihre Angebote weniger Resonanz finden. Auch ein mitunter verklärter Blick zurück auf die Pfarrfamilie der 70er und 80er Jahre hilft nicht weiter, wenn es darum geht, sich der harten Realität eines auch selbstverschuldeten Bedeutungsverlustes von Kirche stellen zu müssen.
Ist unsere Gesellschaft deswegen schlechter geworden? Meines Erachtens ist sie so gut oder so schlecht wie zu allen Zeiten, nur, dass sich die Wertmaßstäbe für ein erfülltes Leben verschoben haben. Diese Wertmaßstäbe werden nicht mehr ausschließlich in der Kirche oder innerhalb des Evangeliums gesucht und gefunden. Auch unsere Kinder und Jugendlichen sind längst nicht mehr durch ein Leben in kirchlichen Gruppierungen oder Verbänden geprägt.
Familienleben, Freizeitaktivitäten, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe lassen sich auch ohne kirchlichen Hintergrund gestalten, so deren Erfahrung.
Und die Feier unserer Gottesdienste? Zu unserem Glaubensgeheimnis von Tod und Auferstehung Jesu, in das uns die heilige Eucharistie auf besondere Weise hineinnimmt, haben immer weniger einen inneren Zugang. Ähnliches gilt für den Empfang der anderen Sakramente. Insofern ist unsere Kirchenentwicklung 2030 mit ihren neu zu errichtenden Pfarreien ein konsequenter Schritt, auf die Realität von Glaubensverlust und Mitgliederschwund zu reagieren, um einer geringer werdenden Glaubensgemeinschaft und zurückgehenden materiellen Ressourcen Rechnung zu tragen. Mit diesem realistischen Blick schleicht sich natürlich die große Versuchung ein zu fragen: War alles Mühen und Sorgen, alles Engagement in den vergangenen Jahrzehnten vergeblich? Haben wir als Kirche versagt, unseren Auftrag nicht erfüllt? Nachvollziehbar, dass sich damit ein Zustand gefühlter Depression breitmachen kann, der der Situation der Apostel und Jünger am Karfreitag und Karsamstag gleichkommt. Dieser Zustand fordert uns heraus, wirklich nach dem Grund unseres Glaubens, unseres Christseins und unseres Kirchenverständnisses zu fragen.
Die Heilige Schrift gibt uns klar zu verstehen, dass es keinen Grund gibt, in eine solche Depression zu verfallen oder gar darin zu verharren. Das Markus-Evangelium lässt keinen Zweifel daran, dass Jesus jeglicher Versuchung widerstanden hat. Auch die Wüste als Ort der Versuchung liefert dafür keinen Grund. Die Wüste mag als Ort der Gottesferne und der Lebensfeindlichkeit gelten, ein Ort, der mich an den Rand der eigenen Existenz bringt. Aber gerade deswegen wird die Wüste auch zum Ort der Gottesbegegnung und Gotteserfahrung. In diesem lebensabweisenden Umfeld bleibt nur noch, sich ganz auf Gott hin auszurichten. Das Evangelium ermutigt uns deshalb, in den extremen, wüstenähnlichen Situationen menschlichen und kirchlichen Lebens ebenso der Versuchung zu widerstehen. Es ruft uns auf, umzukehren, uns im Glauben an das Evangelium neu festzumachen. Weil Christus an unserer Seite steht, können wir uns der Realität stellen. Seit Jesus Christus in diese Welt gekommen ist, leben wir in der erfüllten Zeit. Wir leben in der Zeit, in der sich Gott uns zu erkennen gibt. Wir leben in der Zeit, in der uns ein direkter Zugang zu Gott ermöglicht ist. Wir leben in der Zeit, in der wir mit seinem Sohn Jesus Christus auf Tuchfühlung gehen können, mit ihm auf direkte Weise eins werden.
Wir dürfen ihn berühren, ihn regelrecht verinnerlichen. Dies geschieht zum Beispiel in der Feier der heiligen Eucharistie auf einzigartige Weise. In der heiligen Kommunion erleben wir diese Gemeinschaft, die uns dazu befähigen will, diese „Communio“ auch mit all denen zu leben, die mit uns feiern und die mit uns auf dem Weg sind, über die Feier hinaus. Denken wir auch an den Empfang des Bußsakramentes. Mittlerweile ist es ein vernachlässigtes Sakrament geworden, obwohl darin gerade das zum Ausdruck kommt, was ein barmherziger Vater seinem verlorenen und wiedergefundenen Sohn schenkt. Wir dürfen uns auch Zachäus in Erinnerung rufen, für den vom Baum herunter ein neues Leben beginnt.
Der „verlorene“ Sohn wie auch ein Zachäus machten sich Gedanken über ihr Leben. Sie brachten ihr Versagen mit der inneren Haltung einer aufrichtigen Reue vor dem Vater bzw. vor Jesus ins Wort. Und mit der zugesagten Vergebung konnten sie ein neues Leben wagen. Diese Wirklichkeit wird uns durch den priesterlichen Auftrag und im Dienst der Kirche zugesagt.
Ähnliches steckt in sämtlichen Sakramenten, die wir empfangen können. Immer geht es um die liebende Umarmung Gottes, die Teilhabe und Verwirklichung an seiner Gemeinschaft und das schon im Hier und Jetzt. Die zweite Lesung aus dem ersten Petrusbrief verweist uns darauf. Diese Gemeinschaft mit Jesus Christus aus der Tiefe des Herzens zu leben, sich bewusst dieser Gemeinschaft täglich zu öffnen, sollte unser Anliegen sein. Dazu braucht es Orte und Zeiten der Gottesbegegnung, die im Gebet und in der Feier der Gottesdienste ermöglicht werden. Dazu braucht es die Begegnung mit vertrauten Personen, die dasselbe Anliegen teilen. Dazu braucht es die Gemeinschaft derer, die an Christus glauben, um sich auf diesem Weg gegenseitig zu stärken und zu ermutigen. Es braucht diesen konkreten Glaubensvollzug im praktischen Tun und Handeln. So werden gefeierte Liturgie und gelebte Zuwendung zum Nächsten, so werden Gottesdienst und Caritas zum Ausdruck unseres christlichen Glaubenszeugnisses und Glaubensvollzugs. All dem dient unsere Kirchenentwicklung, die Orte des gemeinsamen Christseins auch in Zukunft ermöglichen will; Kirche als verlässlicher Raum der Gottesbegegnung auf vielfältige Weise.
Ein geistliches Leben in den unterschiedlichen Lebensbereichen kann nicht verordnet werden. Liebende Beziehungen zu Gott und den Mitmenschen anzuordnen, wäre ein Widerspruch in sich. Dieses geistliche Leben aber ist Ausdruck unseres Verständnisses von Kirche, das in der ganz persönlichen Christusbeziehung gründet. In diesem Sinne beginnt die Erneuerung der Christusbeziehung und der Kirchenmitgliedschaft immer bei mir selbst. Von Gott ist jedenfalls in Jesus Christus der Bund gesetzt – unwiderruflich!
Liebe Schwestern, liebe Brüder, mögen auch dann und wann in unserer Gesellschaft, in unserem Leben und im Leben der Kirche dunkle Wolken aufziehen, das Herz sich eingeengt und bedrängt fühlen, all das ändert nichts an der Zusage Gottes, bei uns und mit uns zu sein (vgl. Ps 4, 2). Mögen auch im Laufe der Geschichte immer wieder strukturelle Veränderungen nötig werden, das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche Jesu Christi bleibt unverbrüchlich verheißen. In diesem Glauben und Vertrauen gehen wir gemeinsam als Kirche den Weg mit Christus der österlichen Vollendung entgegen. Leben wir unermüdlich, was Jesus uns aufträgt: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“
Oder um noch einmal an das Buch Genesis zu erinnern: „Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren Nachkommen nach euch.“
So segne Sie der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
 
Freiburg im Breisgau,
am Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes,
dem 11. Februar 2024
 
Ihr
Erzbischof Stephan Burger
 

 
 
 

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4. Advent/
Heiligabend

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3. Advent
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Ansprache beim Konzert
des Posaunenchors

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2. Advent
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1. Advent
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Gedanken zur Osterkerze 2023

Susanne Hintermayer hat uns dieses Jahr wieder die Osterkerze gestaltet.
"Denn Du bist die Quelle des Lebens und das Licht, durch das wir leben." (Ps 34, 10)
Dieses Psalmenwort liegt der Gestaltung zugrunde.
Hören, sehen, staunen wir. Und lassen wir den Sinn dieser Kerze tief in unsere Seele fallen.

 
 
⇒ zum Beitrag auf YouTube
 

 
 
 

ADVENT 2022

Es gibt wieder einen Online-Kalender durch den Advent.
Ich lade ein, mit mir durch diese - immer dunkler werdenden - Tage zu gehen.
Wir gehen mit einem, der Erfahrung hat mit der Dunkelheit: ein Nachtwächter leuchtet uns mit seiner Laterne den Weg aus.

 
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1. Dezember
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2. Dezember                 3. Dezember
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4. Dezember                 5. Dezember
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6. Dezember                 
7. Dezember
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8. Dezember                 9. Dezember
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10. Dezember               11. Dezember
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12. Dezember               13. Dezember
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14. Dezember               15. Dezember
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16. Dezember               17. Dezember
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18. Dezember               19. Dezember
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20. Dezember               21. Dezember
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22. Dezember              23. Dezember
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24. Dezember
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Nachtwächterlied

Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen:
unsre Glock hat Zehn geschlagen!
Zehn Gebote setzt Gott ein,
dass wir soll´n gehorsam sein!
Menschenwachen kann nichts nützen,
Gott muss wachen, Gott muss schützen.
Herr, durch deine Güt und Macht,
schenk uns eine gute Nacht!

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Elf geschlagen!
Elf der Jünger blieben treu,
hilf, dass wir im Tod ohn Reu!
Menschenwachen kann nichts nützen…

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Zwölf geschlagen!
Zwölf, das ist das Ziel der Zeit,
Mensch bedenk die Ewigkeit!
Menschenwachen kann nichts nützen…

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Eins geschlagen!
Eins ist allein der ein´ge Gott,
der uns trägt in aller Not.
Menschenwachen kann nichts nützen…

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Zwei geschlagen!
Zwei Weg' hat der Mensch vor sich,
Herr, den rechten führe mich!
Menschenwachen kann nichts nützen…

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Drei geschlagen!
Drei ist eins, was göttlich heißt,
Vater, Sohn, und Heiliger Geist.
Menschenwachen kann nichts nützen…

Hört ihr Leut, und lasst Euch sagen:
unsre Glock hat Vier geschlagen!
Vierfach ist das Ackerfeld, *
Mensch wie ist dein Herz bestellt?
Auf, ermuntert eure Sinnen,
denn es weicht die Nacht von hinnen.
Danket Gott, der uns die Nacht
hat so väterlich bewacht!

Text: Autor unbekannt
Bearbeitung: Detlef Cordes
 

 
 

Quelle: Wolfgang Winter

Wenn Sie sich und Ihren Lieben etwas Gutes tun wollen, besuchen Sie die "Schatzkammer" in St. Martin.

Susanne Hintermayer hat mit viel Liebe eine Schatzkammer für uns eingerichtet. Was darin zu finden ist?

Blicken Sie gemeinsam in die Schatzkiste, um etwas zu entdecken, was kostbarer ist als alles Silber, alles Gold und alle Edelsteine...

 

 
 
 

Osterkerze 2022 in St. Martin

Die Osterkerze stellt ein ganz besonderes Symbol des auferstanden Christus dar. Am Beginn, der Osternacht, wird der Osterkerze eine entscheidende Rolle zuteil. Nach der Segnung des Osterfeuers werden die einzelnen Symbole auf der Kerze durch die Worte des Priesters hervorgehoben, gesegnet und somit in ihren Dienst genommen.

Die Kerze selbst

Die weiße Farbe der Kerze steht für Hoffnung, Friede, Licht, Vollkommenheit, Unschuld und das neue Leben. Sie muss, wie alle liturgischen Kerzen, aus einem bestimmten Anteil an Bienenwachs gefertigt sein. Das rührt von der früheren Tradition, nur die edelsten Materialien für den liturgischen Gebrauch zu verwenden.

Alpha und Omega

Der erste und der letzte Buchstabe des klassischen griechischen Alphabets nehmen Bezug auf die Offenbarung des Johannes: Jesus Christus als das Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Die Buchstaben zusammen stehen für die Totalität und das Allumfassende, Gottvater und den Sohn als Schöpfer und Vollender.

Das Kreuz

Jesus ist am Kreuz für uns gestorben, ist am dritten Tag auferstanden und hat somit über den Tod gesiegt. Die Kerze nimmt so die Symbolik des gekreuzigten Siegers Christus mit auf.

Die Jahreszahl

Auf jeder Osterkerze findet sich das Jahr, in dem die Kerze geweiht wird. Sie soll das Hier und Jetzt symbolisieren, das ganz Jesus zuteilwerden soll.

Gold

Das Kreuz, Alpha und Omega, die Jahreszahl, sowie verschiedene Streifen, sind aus vergoldetem Wachs dargestellt. Gold steht für das Göttliche selbst und symbolisiert Reinheit, Ewigkeit und strahlende Leuchtkraft. Überall wo auf der Kerze goldene Streifen fließen, wirkt göttliche Kraft und Liebe. Die Goldstreifen am oberen und unteren Ende der Kerzen bedeuten, dass niemand aus der Liebe Gottes herausfallen kann.

Lichtspirale

Vom Zentrum des Kreuzes breitet sich eine leuchtende Lichtspirale aus. Gott selbst wollte, dass die Trennung der Menschen untereinander und zu IHM aufgehoben wird. Durch seine liebende Hingabe bringt er Licht in die Welt und verdrängt die Dunkelheit.  Licht heißt Leben! Dieses Licht fließt in einem Strahl zu einer roten Kerze, die in einer Hand gebetet ist, und entzündet wird. Jedem Menschen ist dieses Lebenslicht geschenkt, wir tragen es in uns und dürfen entscheiden, wie es sich entfaltet und ob wir es teilen.

Die Lichtspierale und der Lichtstrahl werden fließend durch orange, rot, pink, violett und blau begleitet, weil Jesus alle Facette des Lebens kennt, sie selbst durchlebt hat und mit uns jeden Weg gehen wird, den das Leben für uns bereithält.

Die Deutung der einzelnen Farben:

Gelb: Ist die leuchtendste Farbe und wir assoziieren mit ihr die Sonne, Licht, Wärme und lebensspendende Kraft. (Keine liturgische Farbe)

Orange: Steht ebenfalls für Wärme, aber auch für Weisheit, Tiefe und Ergebenheit.

Rot: Farbe der Liebe, des Blutes, der Hingabe, des Feuers und des Heiligen Geistes.

Violett: Farbe der Besinnung, Umkehr und Buße. Sie sagt uns, seid bereit denn niemand kennt weder Tag noch die Stunde!

Rosa/Pink: Farbe der Vorfreude, das Violett der Buße wird durch das Weiß der zu erwartenden Festzeit aufgehellt, und deshalb zu Rosa.

Blau: Farbe des Himmels, der Freiheit und auch des lebensspendenden Wassers, das wiederum den Heiligen Geist symbolisiert. Auf der diesjährigen Kerze steht es für den heiligen Geist, der mit uns ist und sich der ausbreitenden Dunkelheit entgegenstellt und überwindet.

Hand

Verschiedene Hautfarben sind auf einer Hand vereint, denn wir alle sind Gott gewollt und seine Schöpfung! Unabhängig von unserer Nationalität, Hautfarbe, dem Alter, Geschlecht und der Religion sind wir seine Kinder. Wir haben sein Licht empfangen, dürfen Lichträger und Lichtbringer zugleich sein. Unser Licht, das wir tragen ist geschützt, dennoch kann es erlöschen und ausgehen.

Wir sind immer eingeladen unser Licht von neuem bei Christus zu entzünden, neue Wege zu gehen und neu zu beginnen. Wenn uns das nicht gelingt, hoffen wir darauf, dass jemand unsere Dunkelheit durchschreitet, um sein Licht mit uns zuteilen.

Bekannte Orte

Hinter der Hand sind auf engem Raum verschiedene Monumente aus verschieden Ländern und Kontinenten abgebildet. Sie verkörpern unsere Welt, die uns anvertraut ist. Eine Welt, die ohne Grenzen geschaffen und von Menschen unterteilt wurde. Gelingt es uns, unser Licht des Glaubens zu teilen, bzw. in die Welt zu tragen, werden Menschen gesund, die Einsamkeit vergeht, die Kriege enden und Friede kehrt ein.

„Licht“ das wir teilen wird nicht weniger, sondern mehr! Denn wenn wir für jemanden ein Licht entzünden, wird es auch auf unserem Weg heller.

In diesem Sinne, gesegnete und Frohe Ostern!

 
Christus ist erstanden!
Er ist wahrhat auferstanden!
Halleluja!