Zaisenhausen soll ursprünglich Husen geheißen haben, dann durch einen Mann namens Zeizzolf in Zeisenhausen umbenannt worden sein.
Der Ort hatte auch seinen eigenen Adel. Früh kam er an das Bistum Basel. Lehensherr war der Graf von Eberstein, später Baden.
Durch Schenkungen und Verkauf kam fast das ganze Dorf an das Kloster Maulbronn.
Häufig kam es zu Streitigkeiten zwischen Württemberg und der Kurpfalz wegen der Vogteirechte.
Der Ort lag ursprünglich einige 100 m weiter südöstlich, wo noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts die alte Peterskirche stand.
1807 wurde sie durch Blitzschlag zerstört und abgebrochen.
Die andere Kirche, St. Maria, wurde 1490 erbaut.
Im Jahre 1469 sind ein Pfarrer und ein Frühmesser erwähnt.
Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts führten die Württemberger die Reformation ein, wie auch im Kloster Maulbronn.
Ab 1747 erfuhr der Ort unter kurfürstlicher Regierung arge religiöse Unterdrückung.
Im Jahre 1834 wurde die alte Marienkirche abgerissen und die heutige evangelische Marienkirche erbaut.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kamen katholische Heimatvertriebene und Flüchtlinge in den Ort.
26 Jahre lang hatten sie in der evangelischen Kirche Gottesdienst, dann wurde 1975/76 die neue Hl. Geist-Kirche unter Pfarrer Alfred Seiberlich durch den Architekten A. Pichl aus Obrigheim erbaut. Erzbischof Dr. Hermann Schäufele weihte sie ein.
Zaisenhausen gehört heute zur Seelsorgeeinheit Sickingen zusammen mit den katholischen Gemeinden Flehingen, Sickingen, Sulzfeld und Kürnbach.
Quelle: Das katholische Dekanat Bretten von Pfarrer Dieter Göpfert


